Café Hildebrandt

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Café Hildebrandt

Ich wette, dass mehr Gäste des seit 8.1.2019 neu übernommenen Lokals im Volkskundemuseum Wien das Gericht Shakshuka kennen, als den Namensgeber dieses Ortes: Johann Lucas von Hildebrandt.
Wir waren im
Café Hildebrandt …

Ein ganz besonderes Museumskaffeehaus

 

Ein Bild des Architekten Hildebrandt schaut in den barocken Garten, Bild (c) Claudia Busser - kekinwien.at

Ein Bild des Architekten Hildebrandt schaut in den barocken Garten, Bild (c) Claudia Busser – kekinwien.at

 

Das Nachfolgelokal des von uns ebenfalls sehr geschätzten deli bluem im museum wird offensichtlich gerade von den WienerInnen entdeckt. Dabei war dieser Ort immer schon ganz und gar wundervoll! Über Ausstellungen in diesem besonderen Museum haben wir ja bereits hier berichtet. Derzeit läuft übrigens die Schau Sie meinen es politisch! zu 100 Jahre Frauenwahlrecht in Österreich. Und das dotdotdot Kurzfilmfestival findet seit Jahren im grenzgenialen Garten des Palais Schönborn statt – heuer übrigens von 2. Juli bis 23. August 2019.

Industrial Chic meets Barock

 

Schulschreibtisch und Stühle, Hildebrandt, Bild (c) Claudia Busser - kekinwien.at

Schulschreibtisch und Stühle, Hildebrandt, Bild (c) Claudia Busser – kekinwien.at

 

Dass der Architekt Hildebrandt mit zwei Bildern im Lokal und als Namenspatron geehrt wird, finde ich stimmig. Zumal das Lokal ausgesprochen geschmackvoll und hochwertig eingerichtet ist. Die Tische und Stühle stammen teilweise aus dem Lycée Francais: Noch nie hat man an einem Schulschreibtisch so gemütlich und entspannt gesessen und gegessen.

Es grün so grün!

 

Faema, Schank, Bild (c) Claudia Busser - kekinwien.at

Faema, Schank, Bild (c) Claudia Busser – kekinwien.at

 

Die bestimmenden Farben sind Weiß und ein sattes Dunkelgrün. Messing muss wohl gerade unbedingt sein. Der Gesamteindruck ist schön, eine feine Synergie von Alt und Neu. Die Perserteppiche und eine kuschelige Ecke mit Durchblick ins Museum sorgen für eine besondere Art von Wohnzimmer-Atmosphäre. Ein  paar wackere Menschen trotzten bei unserem Besuch am Weltfrauentag bereits im Garten den noch niedrigen Temperaturen.

Ohne Frühstück geht immer noch fast gar nichts in Wien.

 

Frühstücksbeispiel aus dem Café Hildebrandt, Bild (c) kekinwien.at

Frühstücksbeispiel aus dem Café Hildebrandt, Bild (c) kekinwien.at

Frühstück, Auszug aus der Karte, Café Hildebrandt, Bild (c) kekinwien.at

Frühstück, Auszug aus der Karte, Café Hildebrandt, Bild (c) kekinwien.at

Auszug aus der Karte, Café Hildebrandt, Bild (c) kekinwien.at

Auszug aus der Karte, Café Hildebrandt, Bild (c) kekinwien.at

 

Und ohne Kaffee und Kuchen geht es auch nicht. Dazwischen bietet man im Café Hildebrandt eine Handvoll kleiner Gerichte in Bio-Qualität mit einem insgesamt recht einladenden Angebot an teils veganen und vegetarischen Gerichten plus ein spezielles Angebot für den Mittagstisch an. Die Gerichte sind solide herausgekocht. Bei beiden verkosteten Salaten fehlte allerdings die Säure komplett. Vielleicht ein Versehen. Wir aßen folgende Gerichte – du siehst Auszüge aus der Speisekarte und die Gerichte bitte auf den Fotos:

  • Käferbohnensalat mit roten Zwiebeln, Kernöl und Brot von der Dampfofenbäckerei Öfferl mit Feta um Euro 8,50, ohne Feta um Euro 7,50
  • Salat mit Birne, Gorgonzola, Honig und Brot von der Dampfofenbäckerei Öfferl um Euro 8,90
  • Tomatenrisotto mit Rucolahaube und geschmolzenen Tomaten um Euro 9,50

 

Risotto und Salate, Café Hildebrandt, Bild (c) kekinwien.at

Risotto und Salate, Café Hildebrandt, Bild (c) kekinwien.at

Kuchen, Einblick in die Vitrine, Hildebrandt, Bild (c) kekinwien.at

Kuchen, Einblick in die Vitrine, Hildebrandt, Bild (c) kekinwien.at

 

Im Café Hildebrandt freut man sich schon auf den Sommer

Das Team des Lokals agierte ausgesprochen nett, die Ablaufe wirkten allerdings noch nicht ganz eingespielt. Die Tatsache, dass für kaum zwanzig Sitzplätze (und zwei Gästen im Freien) fünf Kräfte für Service und Schank anwesend waren, kann man sich nur mit „Probearbeiten“ für den Gartenbetrieb erklären. Der wird achtzig Plätze bieten und da braucht es dann viele kompetente, flinke Kräfte.

Fazit: Ein nettes Platzerl mit frischem Essen und freundlichen Menschen.

 

Café Hildebrandt, Bild (c) Claudia Busser - kekinwien.at

Café Hildebrandt, Bild (c) Claudia Busser – kekinwien.at

Palais Schönborn, der Garten des Café Hildebrandt ist noch nicht wirklich geöffnet im März, Bild (c) Claudia Busser - kekinwien.at

Palais Schönborn, der Garten des Café Hildebrandt ist noch nicht wirklich geöffnet im März, Bild (c) Claudia Busser – kekinwien.at

 

 

Café Hildebrandt

Café im Volkskundemuseum Wien
Laudongasse 15–19, 1080 Wien
Tel.: +43 1 406 890 510
web: www.hildebrandt.cafe

Öffnungszeiten:

  • Oktober bis April: Di bis So 10.00 bis 18.00 Uhr, Do, 10.00 bis 20.00 Uhr
  • Mai bis September: Di bis So 10.00 bis 22.00 Uhr

Betreiber: Daniel Karl (betreibt auch die Bio-Delis in Mariahilf)
Nichtraucherlokal, kinderfreundlich, WLAN, großer Gastgarten, Behinderten-WC

Keker Tipp:

Es gibt eine Neuauflage der Schiene „Dinner im Palais“, wir zitieren von der website des Volkskundemuseums: 

„DINNER IM PALAIS

Backstageführung und Kulinarik

Plätze, die sich hinter den Ausstellungsräumen verstecken, bleiben den BesucherInnen des Volkskundemuseums meist verborgen. Doch wenn das Museum zum „Dinner im Palais“ seine Türen öffnet, bekommen Interessierte die Möglichkeit, einen Blick hinter die Kulissen zu werfen.
Mit einem Aperitif zur Begrüßung beginnt die kunst- und architekturhistorische Führung durch das Innere des kleinen barocken Schlosses. Es wurde zwischen 1706 und 1715 von Johann Lukas von Hildebrandt für den Reichsvizekanzler Friedrich Karl Graf von Schönborn errichtet. Das Gartenpalais Schönborn gilt als das erste große Bauwerk Hildebrandts in Wien und neben dem Belvedere als eines der wenigen, das äußerlich kaum verändert wurde. 1917 wurde das Palais dem Verein für Volkskunde überlassen und wird seither als Museum genutzt.
 
Nach einem Einblick in die aktuellen Sonderausstellungen finden sich die Gäste auf ‚der anderen Seite‘ des Museums wieder. Hoch hinaus und ganz hinunter führt der einstündige Rundgang vom Dachboden bis zum ehemaligen Weinkeller des Schlosses. Über verschlungene Wege geht es über die Wendeltreppe, vorbei am Kopierer, zur Bibliothek und in den Blauen Salon.Hier, im einzig erhaltenen Prunkraum des Hauses, lassen die Gäste bei einem Amuse-Gueule die Führung ausklingen und begeben sich zum anschließenden Dinner ins Museumscafé Hildebrandt. Geboten wird ein mehrgängiges Menü in höchster Bio-Qualität – auf Wunsch mit oder ohne Fleisch. Zum Abschluss wird ein kleines Präsent überreicht.
Alle Termine, immer donnerstags, 18.00 Uhr:
  • 18. April 2019 
  • 23. Mai 2019
  • 14. Juni 2019
  • 11. Juli 2019
  • 22. August 2019
  • 19. September 2019
  • 24. Oktober 2019
  • 21. November 2019
  • 19. Dezember 2019

Kosten pro Person, exklusive Getränke, inklusive Eintritt und Führungstarif:
Menü ohne Fleisch: € 40,- / € 32,- erm. für Mitglieder im Verein für Volkskunde
Menü mit Fleisch: € 45,- / € 37,- erm. für Mitglieder im Verein für Volkskunde Reservierung erforderlich:
kulturvermittlung@volkskundemuseum.at oderTel.: +43 1 406 89 05 26. „

 

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