Immer wieder witzig, wenn Passanten und Touristen bei Einbruch der Dämmerung irritiert hier stehen bleiben.
Aus Lüftungsschächten des Verbundgebäudes Am Hof steigt Rauch auf.
Gut, dass nebenan die Feuerwache des 1. Bezirks ist.

Vermeintlich Rauch.

Es ist ein weißer „Nebel“, gelb beleuchtet, von schwach aromatischem Geruch, indifferent, fast angenehm.
Viele der Passanten gehen irgendwann weiter, einige der Touristen zücken die Kamera. Bemerkenswert wie unterschiedlich Menschen auf Kunst im Öffentlichen Raum reagieren.
Statische Objekte werden gerne übersehen, das Gehirn filtert sie als unwichtig weg. Man hastet vorbei, ein kurzer Moment der Neugier und des Vergnügens im besten Fall, vorbei, vergessen.

Yellow Fog von Olafur Eliasson hält jene, die Aufnahmefähigkeit un Zeit mitbringen, fest. Einige Minuten zumeist, mehr Passanten als man glaubt. Zweifel, Skepsis, Amüsement.
Schön, witzig, unerklärlich und beängstigend: wie viel sieht man im Lauf eines Tages nicht?

 

Yellow Fog

Olafur Eliasson
Am Hof, 1010 Wien
täglich, ganzjährig bei Einbruch der Dunkelheit, gratis.                                               

 

 

 

 

 

 

 

 

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