die Schank vom FinkhLe Fooding, die neue Gastrobewegung aus Paris (Food + Feeling), würde in Wien hier feiern:

Im Finkh – an der Ecke Gumpendorferstraße, unterhalb vom “TAG”.
Der Fink sitzt am Ende eines i-Trägers, der durch die Mauer dringt.
Unter einer Laufkatz läuft man hinein ins Lokal  – nein, groß ist es nicht und großteils raben-schwarz.
Alle, die hierherkommen, passen irgendwie immer dazu, egal ob jung oder alt, die meisten sind eher jung, denn die Chefs sind auch recht frisch und fesch.

Die Einrichtung dagegen lenkt nicht vom Essen ab und genau so soll es sein. Sie ist nämlich nicht nur so simpel, dass sie in den Hintergrund tritt, sie ist auch raffiniert gemacht. Die Wirkung ist understatement trendy und nicht achtlos trashig.
Eine perfekte Szenerie für einen amüsanten Abend mit köstlichem Essen.
Vor allem für Raucher – und das ist für die anderen natürlich schade.
Im Sommer sitzt man in der schönen Esterhazygasse ruhig und ungestört im Schanigarten.

Das herausragende am Finkh?
Es ist gastfreundlich und nicht wirtsherrlich oder kellnergrantig.
Einmalig charmant zuvorkommend der Mann im Service!
Alles vielleicht ein bisserl so, wie man es heute aus Berlin kennt. Dort lernt man auch, dass die besten Lokale keine zwei gleichen Stühle/Sessel haben – wie hier.

Die Küche ist angelehnt ans klassisch Wienerische und schmeckt Klasse. Die Karte wechselt saisonal, aber Wienerschnitzel und Gulasch gibt es immer, sowie Fisch und Vegetarisches. Derzeit steht auf der Karte eine Rote Rübensuppe mit frischem Kren und die passt hervorragend. Wenn man noch kein Fan von Süß und dieser speziellen Schärfe ist, kann man es hier werden.
Die gebackene Gänseleber auf Petersilwurzelpürree war gerade aus, dafür gab es als eine weitere Vorspeise zarte Barbarie-Entenbrust auf Pastinakenpüree.
Das war das erste mal, dass mich diese Rüben wirklich überzeugt haben, so gut abgeschmeckt.

Die Weißweine kommen von Spitzenwinzern aus der Wachau und der  Südsteiermark.
Feine Rote von Markowitz, Prieler und noch mehr Interessantes.
Mit Kennerschaft umfangreich sortiert ist auch die Getränkeauswahl der Bar.
Spätestens eine Viertelstunde bevor der Koch seine Mini-Werkstatt verlässt (22:15 Uhr), sollte man das Schokoladegateau bestellt haben – zum Dahinschmelzen!
Dem Käseliebhaber wird ebenso Feines geboten.

Natürlich ist die Musik mit Geschmack gewählt, die Lautstärke nicht laut, wie alles hier gerade richtig.
Allein, zu zweit, mit Freunden, Wienbesuchern, um die Eltern auszuführen, zum Feste feiern…, aber unbedingt reservieren!

VorspeiseGulasch gibt es immer im Finkh, diesmal mit gebratenen KnödelnDas Wiener ist vom Kalb. Natürlich. Im Finkh.noch ein köstliches Dessert im Finkh
 
 

 

 

 

 

 

Finkh

Restaurant – Bar – Cafe
Esterhazygasse 12, 1060 Wien
Tel.: 01/91 38 992
E-mail: fridolin@finkh.at
website: www.finkh.at

Neue Öffnungszeiten: Mo bis So 17.00-24.00 Uhr, an Feiertagen geschlossen, Küche: 18.00-22.30 Uhr
Achterl von 1,90 – 5,10 Euro
Durchschnittshauptspeise: 12,80 Euro.

Das Frühstück gibt es seit dem Sommer leider nicht mehr, aber vielleicht kommt es wieder, sagen die jungen Herren.
Für Feste mit Buffet wird gerne das Blutwurstgröstl geordert – und die Feste sowie die gebratene Blunzn sind schon legendär, obwohl es das Finkh erst seit 3 1/2 Jahren gibt.

 Mit Frühling 2012 kam eine neue Speisekarte – noch ambitioniertere Tageskarte und dazu die Finkh Klassiker.

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