Kunst. Die Vintagerie in der Nelkengasse

Vintagerie, Obergeschoss und Auslage in einemNicht mit mir!
Eine Wohnung aus einem Guss bis zur letzten Blumenvase absolut alles aus einem einzigen der vielen großen Möbelhäuser: da käme ich mir vor wie direkt entstiegen aus meinem schlimmsten Interieur-Alptraum.
Wer wie ich einen Faible für Möbel hat, insbesondere geniale Einzelstücke mit Geschichte, der sollte dringend in der Vintagerie vorbeischauen.
Wenn ich’s mir so recht überlege, sollte meine Wohnung eigentlich mindestens 200m2 haben…

Schon lange ist die Vintagerie kein Geheimtipp mehr, denn seit nunmehr zweieinhalb Jahren verkaufen die Designhändler Alexander Pechstein, der aus dem Verlagswesen kommt und Peter Lindenberg, der schon in 3. Generation Antiquitätenhändler ist, Möbel, Lampen und Accessoires aus den 30iger bis 80iger Jahren des vorigen Jahrhunderts. Zumindest großteils, denn wenn etwas besonders schön, gelungen, witzig ist, dann darf es auch jünger oder älter sein: die Qualität des Stückes zählt.
Alles ist hier vintage – schön ist das!

Club und ich in keker Erkundungstour fallen leicht gestresst in die Vintagerie ein. Sofort taucht man ein in eine wunderbar wohltuend entspannte Atmosphäre. Unbehandelter heller Estrich, weiße Wände, großzügige Raumaufteilung und viel Platz für die einzelnen Schönheiten zum Wirken. Nichts hasst man mehr, als wenn ein Geschäft so vollgestopft ist, dass man überhaupt nichts mehr sieht oder findet.
Ganz anders hier: der Einkauf oder das bloße Schauen sind in jedem Fall ein angenehmes Erlebnis.

Gern lassen wir uns von Ali zu einem Glaserl köstlichen Rosésekt, Eigenabfüllung überreden. Ja, hier könnte man länger verweilen und gustieren, denn es gibt wirklich nette Dinge zu entdecken: Lampen, Sofas, Sessel, Schreibtische, Spiegel, auch Gläser und andere Accessoires.
Außerdem sorgen Ali und Peter für einen ständigen Warenfluss in der Vintagerie: in diesen Tagen jagen sie in Deutschland, ab Dienstag schon kann man die kostbare Beute käuflich erwerben. Langweilig wird es hier nie!

Auch wenn man auf der Suche nach einem ganz bestimmten Möbelstück ist, ist man hier richtig. Dafür gibt es nämlich das “Wunschbuch”: hier darf alles vorzugsweise skizziert und beschrieben werden, was man schon immer haben wollte. Ali und Peter durchforsten den kleinen schwarzen Moleskine regelmäßig und halten dann nach dem Objekt der Begierde Ausschau. kek findet, ein ganz wunderbares Kundenservice.

Zur Weihnachtszeit, das muss ich hier unbedingt noch erwähnen, habe ich in der Vintagerie wohl die schrägsten und bezauberndsten Weihnachtskugeln ever erstanden: Kugeln in Sushi-Optik. Tipp!

Es gibt Kleines und Großes zu entdecken und es ist für jede Brieftaschengröße etwas dabei.
Vor einer Sache sei jedoch ausdrücklich gewarnt: wer ein Mal dort war, kommt sicher immer wieder!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Vintagerie

Nelkengasse 4, 1060 Wien
(früher in der Plößlgasse im Hinterhof, 1040 Wien)
Tel.: Ali 0664 / 307 58 79, Peter 0699 / 11 44 1967
E-mail: info@vintagerie.at
website: www.vintagerie.at

Öffnungszeiten: Dienstag bis Freitag 12.00-19.00 Uhr, Samstag 11.00 -17.00 Uhr.
Keker Vorschlag: zuerst zum Einstimmen in die Sixities Ausstellung (noch bis zum 17.6.2012) oder ins Wienmuseum (Mehr als Mode, bis 20.5.2012) und anschließend in die Vintagerie, quasi schöner Retrotag.

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